Ein Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) für den Kanton Schaffhausen

Feuerwehrinspektorat des Kantons Schaffhausen

luf einwEin Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) für den Kanton Schaffhausen

Als markanter Schlusspunkt einer Informationsveranstaltung des Feuerwehrinspektorats des Kantons Schaffhausen für Kommandanten und Instruktoren wurde das neue Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) vorgestellt und in die Obhut der Feuerwehr der Stadt Schaffhausen gegeben. Das vielseitige Mehrzweckgerät LUF ist in der Schweiz noch nahezu unbekannt. In Schaffhausen wird es die Stützpunktfeuerwehr Schaffhausen bei Bedarf im ganzen Kanton zum Einsatz bringen.

luf einw-15Einige wichtige Themen wie Gesetzesrevision und Rekrutierung behandelten der Direktor der Gebäudeversicherung Andreas Rickenbach und der Feuerwehrinspektor Jürg Bänziger am 21. Mai 2015 in einer Informationsveranstaltung. Dann folgte die praktische Vorführung des neu beschafften Löschunterstützungsfahrzeuges. Das kleine Kraftpaket eignet sich unter anderem für den Einsatz als Wasser- und Schaumwerfer, zur Abgabe von Wassernebel, als Überdruckbelüftung, z.B. beim Einsatz in Einstell- und Werkshallen sowie beim Tunneleinsatz. Zudem kann mit dem Fahrzeug eine Wasserentnahme aus offenem Gewässer von 6‘000 Litern pro Minute erzielt werden.

Topmodernes Fahrzeug, welches der heutigen Zeit entspricht

luf einw-13Das treppensteigfähige Raupenfahrgestell kann bewegliche Hindernisse beseitigen sowie Stiegen und Rampen bis zu einem Neigungswinkel von ca. 30 Grad überwinden. Ausserdem ermöglicht es die Fernsteuerung mit einer Reichweite von 300 m den Lösch- und Rettungsmannschaften, selbst unter schwierigsten Umständen bis unmittelbar zum Brandherd vorzudringen. So wäre es zum Beispiel denkbar, mit dem LUF in eine vernebelte Tiefgarage einzudringen, ohne die Löschmannschaft der Gefahr eines Einsturzes auszusetzen.

Aus bis zu 2‘400 Liter Wasser/Minute wirft ein „vernebelter Wasserstrahl“ kleinste Wassertröpfchen auf eine Distanz von über 60 Meter. Und sollte der Einsatz von Schaum notwendig sein, so kann das LUF jederzeit auf Schaum umgestellt werden und mit Schaumweitwurf einen erstaunlichen Schaumteppich legen. Die Wurfweite hier beläuft sich auf ca. 35 Meter. Ausserdem zeichnet sich das Raupenfahrzeug durch präzise Fahr- und Wendemanöver und eine besonders hohe Standfestigkeit aus.

Bei der Feuerwehr der Stadt Schaffhausen stationiert

luf einw-24Das neue Fahrzeug kann von den Feuerwehren über die kantonale Alarmzentrale aufgeboten werden. Im Bedarfsfall wird von der Feuerwehr Schaffhausen mittels Trägerfahrzeug ein Container mit dem Löschunterstützungsfahrzeug sowie verschiedenem Zubehör wie Hohlstrahlmonitor, Schaumrohre, 3-Punkt Hydraulik, Gabelstapler, Lutten, Zusatzlüfter und Hochwasserpumpe zum Einsatzort gebracht. Ebenso stellt die Feuerwehr Schaffhausen 4 bis 5 Personen für den Einsatz des LUF’s.

Erwartungen an die aufbietende Feuerwehr

Doch auch von der aufbietenden Feuerwehr werden gewisse Leistungen erwartet. So ist sie zum Beispiel für genügend Arbeitsfläche für das Trägerfahrzeug und den Container von insgesamt 25 x 7 m zuständig. Ebenso müssen die personellen Mittel für einen LUF-Einsatz gewährleistet sein. So werden z.B. beim Lüften mit Lutten zusätzliche ADF’s benötigt. Ausserdem muss beispielsweise beim Löscheinsatz mittels einer Transportleitung eine Wassereinspeisung vorbereitet werden.

Übergabe an die Feuerwehr Schaffhausen

luf einw-31Nach der eindrücklichen Demonstration der Leistungsfähigkeit wurde das neue Fahrzeug an die Schaffhauser Feuerwehr übergeben. In seiner kurzen Rede dankte Andreas Rickenbach, Direktor Gebäudeversicherung, der Beschaffungskommission für die gute Zusammenarbeit bei der Evaluation für das erst 2. Löschunterstützungsfahrzeug in der Schweiz. Besonders hervorgehoben wurden dabei die Verdienste von Daniel Zweifel, stellvertretender Feuerwehrinspektor, und Roman Stutz, Offizier der Stützpunktfeuerwehr Schaffhausen. Zum Abschluss der kurzen Feier übergab Rickenbach den symbolischen Schlüssel – dieses Mal in Form der Fernbedienung – an den Kommandanten der Schaffhauser Feuerwehr, Peter Müller.

Silvia Löwe, Korrespondentin Feuerwehr Stadt Schaffhausen